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Musikindustrie hilft Internetradios

Verfasst von w s am Mai 4, 2008

KLEINE WEBCASTER SOLLEN GERINGERE LIZENZGEBüHREN BEZAHLEN

Die US-Musikindustrie will einen Schritt auf Onlineradio-Betreiber zugehen und denkt über
niedrigere Lizenzgebühren für kleine Webcaster nach. Weil sich
immer mehr Internetradios über die zunehmend hohen Preise für
Musikrechte beklagt hatten, will die Non-Profit-Gruppe SoundExchange
http://www.soundexchange.com , die die Gebühren im Interesse
hunderter Labels einsammelt, kleineren Internetradios nun einen Teil
an den Kosten ersparen. De facto würden die Preise für
Lizenzgebühren, die im Jahr 2002 unter dem Gesetz “Small Webcast
Settlement Act” festgelegt wurden, künftig auf selbem Niveau
gehalten und nicht stetig erhöht. “Kleine Webcaster hätten die
Garantie, dass die Lizenzgebühren bis mindestens 2010 nicht
angehoben werden”, erklärt Michael Huppe, General Counsal
SoundExchange, in einer Mitteilung.

Das Vorhaben scheint eine Art Friedensangebot seitens der
Musikindustrie an die Internetradios zu sein. Doch
auch wenn kleine Webcaster - wobei eine Definition für klein noch
fehlt - künftig weniger bezahlen müssen, könnte dies negative
Folgen nach sich ziehen, meint beispielsweise die
Webcaster-Vereinigung SaveNetRadio http://www.savenetradio.org .
Die Idee, jenen Privilegien zuteil kommen zu lassen, die ihre
Umsätze niedrig halten, würde das Wachstum kleiner Unternehmen
bremsen, so die Befürchtung. Außerdem könne es passieren, dass
unter den gängigen Rundfunkstandards auch die großen Webradios am
Ende als “klein” gelten.

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