Drehende Derwische tanzen sich in Trance
Verfasst von w s am Dezember 5, 2007
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Votivkirche als Schauplatz für exklusive Mevlana-Zeremonie
Wien - Anlässlich des 800. Geburtstages von Mevlâna Celâleddin-i Rûmi (genannt „Rumi“), Gründer des „Derwisch-Ordens“, und des UNESCO Mevlana Gedenkjahres haben das Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei sowie die Botschaft der Republik Türkei gestern, Mittwochabend, zu einer „Mevlevi Sema Zeremonie“ in die Wiener Votivkirche eingeladen. Rund 300 Gäste verfolgten die Darbietung der eigens aus Konya für die Veranstaltung angereisten Ordensbrüder und konnten miterleben, wie die Derwische tanzten und sich so in Trance versetzten. Für Pfarrer Martin Rupprecht (Dechant Dekanat 15 und Kommunikationsverantwortlicher zur islamischen Glaubensgemeinschaft in Wien) war es etwas ganz Besonderes, den muslimischen Orden in seiner Kirche begrüßen zu dürfen. „Es ist schön zu sehen, dass Muslime in einer katholischen Kirche Spiritualität erleben können. Dies ist für mich ein Ausdruck von Hoffnung und Einigkeit“, so Rupprecht. Selim Yenel, Botschafter der Republik Türkei in Wien, ging in seiner Begrüßungsrede ebenfalls auf die Besonderheit des Abends ein. „Es ist ein ganz spezieller Event, vor allem in diesem Umfeld. Und genau das hat Rumi immer gepredigt: Toleranz gegenüber Anderen. Er hat niemanden aufgrund seiner Herkunft oder Religion beurteilt oder eben verurteilt. Das Wort Intoleranz hat es in seinem Wortschatz nicht gegeben“, so Yenel. |
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